Der Nickschas im Netz!

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Helden braucht die Welt

2. September 2010 · Kein Kommentar

Sieben Jahre ist es schon her, dass die Band Wir sind Helden mit ihrem Debüt “Die Reklamation” die deutsche Musikszene bereichert hat. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Die nachfolgenden zwei Alben “Von hier an blind” und “Soundso” konnten nicht so recht überzeugen, klangen zu gewollt und letztlich vielleicht auch etwas zu verspielt. Jetzt haben die Helden endlich nachgelegt: Zurück aus einer langen Schaffenspause erschien vor kurzem ihr viertes Album “Bring mich nach Hause”.

Um es gleich vorweg zu sagen: Das Album ist womöglich die beste Platte, die die Helden in ihrer bisherigen Karriere gemacht haben. Es knüpft an alte Traditionen der Band an, ohne dabei alt zu klingen. Es zeugt von einer neuen musikalischen Qualität, ohne neumodisch zu sein. Und es ist von einer tiefgründigen Ehrlichkeit, die sich nicht viele Bands erlauben.

Wir sind Helden sind da anders. “Bring mich nach Hause” ist ein Album mit Durchhörqualität. Stimmig vom Anfang bis zum Ende, intelligent, melancholisch und aufrichtig. Judith Holofernes ist ihrer kritischen Haltung gegenüber gesellschaftlichen Mechanismen treu geblieben.

Nur verspricht sie diesmal keine Antwort auf die vielen Fragen, die sie in den Texten aufwirft. Sie gibt ehrlich zu, selbst keine zu haben, lässt die eigene Verwirrtheit und Unsicherheit einfach im Raum stehen – und gibt den Songs damit mehr Gewicht und Tiefe, als sie das sonst hätte tun können.

“Bring mich nach Hause” ist das ideale Album für den Herbst. Melancholisch und nachdenklich, ja, aber keinesfalls zu Tode betrübt oder depressiv. Die Songs machen Tempo und verbinden in alter Helden-Tradition ernste Botschaften mit tanzbarem Rhythmus. So kann man der neuen Platte endlich wieder echten Helden-Status attestieren – und sie jedem Liebhaber guter deutscher Musik empfehlen.

Sarrazin, der Medienflüsterer

31. August 2010 · Kein Kommentar

Ich kann den Namen Thilo Sarrazin nicht mehr hören. Ich kann ihn auch nicht mehr lesen und im Fernsehen will ich diesen Mann so bald auch nicht mehr sehen. Mit dieser Einstellung bin ich wohl auch nicht allein. Dabei sind wir selbst Schuld: Solange ihm in den Medien ein öffentliches Forum für seine abstrusen Gedanken geboten wird, hat er den Diskurs fest in der Hand.

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft Herr Sarrazin in letzter Zeit  in den deutschen Medien auftaucht: Kein Tag vergeht ohne eine neue streitbare Aussage, ohne einen neuen Skandal, der in Zeitungen, Rundfunk und Internet sogleich aufgegriffen, kommentiert und weiter verbreitet wird. Das Ergebnis ist stets dasselbe: Die Leute regen sich lautstark auf, eine Rückstrittsforderung jagt die andere und irgendwie geht Sarrazins Medienpräsenz so ziemlich jedem von uns auf die Nerven.

Dabei wäre es so einfach, das Thema ein für allemal zu erledigen: Viele Themen werden in den Medien tot geschwiegen, weil sich niemand dafür interessiert, bzw. interessieren soll. Was wäre, wenn auch Thilo Sarrazins geistige Auswürfe gar nicht erst in den Weg an die Öffentlichkeit fänden? Wenn niemand mehr seine Aussagen redupliziert und unters Volk bringt? Dann hätten wir zwar ein Schlagzeilenthema weniger, aber auch wieder mehr Frieden in der deutschen Gesellschaft.

Je öfter Sarrazins Äußerungen veröffentlicht werden, je mehr Journalisten darüber schreiben und senden, desto näher kommt er seinem Ziel, die deutsche Gesellschaft mit seinen Thesen zu verunsichern und seine seltsamen Gedanken überall publik zu machen. Einen größeren Erfolg kann er sich gar nicht wünschen. Wenn wir ihn selbst aber zu einem Randthema machten, bliebe uns allen so einiges erspart.

Natürlich sind öffentliche Diskurse da, um geführt zu werden. Sie würden gar nicht erst entstehen, bestände kein Bedarf für sie. Dennoch gibt es verschiedene Arten von Diskursen: Sarrazins gedankliche Auswüchse zum Thema Immigration und Juden-Gen gehören nicht gerade zum Typ Diskussion, den wir unbedingt brauchen in unserer Gesellschaft.

Weil sie den ohnehin bestehenden Immigrations- und Ausländerdiskurs nicht um wichtige Argumente oder Thesen bereichern, sondern in vollkommen abwegige Dimensionen führen. An einem von Thilo Sarrazin beherrschten und von den Massenmedien künstlich aufgepushten Diskurs besteht kein öffentlicher Bedarf – also können wir darauf auch gut verzichten.

Es wäre zu schön, wenn sich die deutschen Medien bald ein für allemal an Thilo Sarrazin satt gegessen hätten und uns zukünftig mit ihm verschonen würden.

Salt

28. August 2010 · Kein Kommentar

Es gibt immer wieder Filme, denen es gelingt, zu überraschen. Auch der neue Actionfilm mit Angelina Jolie fällt in diese Kategorie: Man wähnt sich in einem dieser typischen Agentenstreifen, diesmal mit einer taffen prominenten Hauptdarstellerin und ist auf einiges gefasst. Nur dass “Salt” eine Ausnahme ist, denn hier ist einiges so gar nicht stereotypisch.

Die Ausgangslage ist schnell erzählt: Evelyn Salt ist eine der besten Agentinnen des Geheimdienstes CIA. Loyalität und Patriotismus sind oberstes Gebot – bis ein Überläufer sie beschuldigt, eine russische Spionin zu sein. Salt flüchtet und bemüht sich darum, ihre Unschuld zu beweisen. Damit bringt sie sich aber nur noch mehr in Schwierigkeiten …

Bis hierhin scheint noch alles seinen normalen Gang zu gehen – doch die nächsten Minuten des Films lassen einen ungläubig den Kopf schütteln: Die Ereignisse überschlagen sich und bringen die Geschichte in eine volkommen andere Richtung. Gut und Böse wechseln in diesem schnellen Agententhriller immer wieder die Gesichter und mittendrin schlägt sich Angelina Jolie durch ihre perfekt sitzende Rolle.

Dabei werden alle Klischees zum Glück einmal nicht bedient: Evelyn Salt ist weder eine Sexbombe mit Agentenstatus noch ein eiskaltes Mannsweib mit Maschinenpistole im Halfter. Sie ist Angelina Jolie in einer ihrer überzeugendsten Rollen, weil sie endlich einmal fernab von jeglichen Typen operieren kann. Nebenbei gibt es viel Action, packende Kampf- und Verfolgungsszenen und eine raffinierte Story, die sich (wieder einmal) um den Kalten Krieg dreht.

Am Ende bleiben anderthalb Stunden gutes Action-Kino, die nicht einen faden Nachgeschmack der Gewöhnlichkeit auf der Zunge hinterlassen, sondern vielmehr ein erfrischendes und erwatungsvolles Prickeln: Das Ende des Films lässt auf eine Fortsetzung von “Salt” in Tradition der Bourne-Trilogie hoffen. Die wäre mit Spannung zu erwarten.

Re:Reklame (II)

25. August 2010 · Kein Kommentar

An dieser Stelle wird es wieder Zeit für ein bisschen Werbung – allerdings gibt es hier nur ausgewählte Spots. Außergewöhnliche Reklame, die Spaß macht. Los geht’s in der Tiefgarage, nach dem Großeinkauf:

Kaffeetrinker sind Genießer. Und wer sie dabei stört, kann ganz schnell ein Problem bekommen:

Zu guter Letzt ein kleiner Warnhinweis in Sachen Verhütung. Danke an Sebastian für den Tipp! Weitere Werbe-Empfehlungen gerne an post@dernickschas.de!

Du da, im Radio!

23. August 2010 · 1 Kommentar

Heute bin ich in meine vierte Praktikumswoche gegangen. Zeit für ein erstes Zwischenfazit, auch wenn ich damit erst ein Drittel meiner Zeit bei RPR1. in Trier hinter mir habe. An dieser Stelle gibt es dann auch einen Einblick in meine tägliche Arbeitsroutine und wie es “hinter den Kulissen” beim Radio so läuft.

Anfangen kann ich am besten um 8 Uhr, wenn im Studio Trier die Arbeit so richtig losgeht. (An dieser Stelle klammere ich mal bewusst die Volontärin aus, die schon um fünf Uhr morgens für die Hörer im Studio steht, um die Nachrichten für die Frühschiene zu produzieren. Mandy, sei tapfer!) Der Rest der Truppe wartet zunächst die alltägliche Konferenzschaltung mit den anderen fünf RPR1-Studios ab, bei der das Tagesprogramm besprochen wird. Dann gehts an die Arbeit.

Stehen Termine an, wie zum Beispiel Pressekonferenzen oder vereinbarte Interviews, dann heißt es: Raus an die frische Luft und ja nicht ohne gute Aufnahmen zurück kommen! Das ist natürlich auch Arbeit, aber wir beim Radio haben es dann vor Ort meistens einfacher als die Herrschaften von Zeitung oder Fernsehen: Wir brauchen fürs Radio keine Bilder, keine gestellten Fotos und viel mitschreiben müssen wir auch nicht. Mikro hinhalten, fragen, aufnehmen (abspeichern nicht vergessen!) und zurück ins Studio.

Dort geht es dann ans Schneiden der Beiträge. Ähnliches gilt für Telefoninterviews, aus denen wir 20 Sekunden lange O-Töne für die Nachrichten machen müssen – was zuweilen eine richtige Herausforderung sein kann. Die fertigen Töne baut unsere Volontärin dann in ihre Aufsprecher ein und schickt die 1:45 Minuten in die Sendezentrale nach Ludwigshafen. Von dort aus wird die Ausstrahlung der regionalen Sendefenster gesteuert, auch die stündlichen Nachrichten.

Ist der letzte O-Ton im System abgespeichert und sind alle Nachrichtentexte geschrieben, ist unser Teil der Arbeit erledigt. Den Rest übernehmen die Kollegen in Ludwigshafen. Für uns Praktikanten gibt es also viel zu sehen und zu lernen. Und es macht Spaß, denn wir sind in den täglichen Organisationsapparat fest eingebunden und bekommen auf diese Weise von allem etwas mit. Nur die lästigen Straßenumfragen sind eine Plage: Gerade hier in Trier, wo die Hälfte der Menschen draußen Touristen aus fremden Ländern oder mürrische TriererInnen sind, die nicht so wirklich auskunftsfreudig sein wollen.

Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Wochen beim Radio. Weil ich jeden Tag aufs Neue erlebe, dass es mein Traumjob ist. Weil es dich herausfordert, mutig und unverschämt macht und du garantiert keinen langweiligen Job hast. Weil es Spaß macht, die Ergebnisse seiner Arbeit später on Air zu hören. Und weil Radio einfach geil ist. Punkt.

Re:Reklame (I)

20. August 2010 · Kein Kommentar

Werbung kann uns den schönsten Fernsehabend kaputt machen. Werbung kann uns unglaublich auf die Nerven gehen.  Aber: Werbung kann uns auch zum Schmunzeln bringen und uns den Alltag verschönern. Das ist immer dann der Fall, wenn sich die Macher etwas wirklich Geniales haben einfallen lassen oder uns einfach überraschen. Deshalb gibt es hier im Blog ab heute regelmäßig Re:Reklame – die schönsten, lustigsten, intelligentesten Werbevideos. Reklame, die Spaß macht.

Den Anfang macht ein Spot für eine Versicherung, der zwar schon etwas älter ist, aber nichts von seinem Schmunzeleffekt eingebüßt hat. Wer ebenfalls Empfehlungen loswerden möchte, kann das sehr gerne tun: Einfach per Mail an post@dernickschas.de!

Kindsköpfe

17. August 2010 · Kein Kommentar

Filme mit Adam Sandler sind Geschmackssache. Auch “Kindsköpfe” ist da keine Ausnahme. Wer sich in großer Vorfreude auf ein fulminantes Gagspektakel mit jeder Menge Spaßeinlagen ins Kino begibt, der dürfte auf seine Kosten kommen. Wer sich allerdings mehr erwartet und den Kopf nicht ganz abschalten kann, der dürfte einige Probleme mit diesem Film bekommen.

Erzählt wird die Geschichte von fünf Freunden, die anlässlich der Beerdigung ihres Basketball-Coaches aus Schultagen wieder zusammen kommen. Lenny (Sandler), ein erfolgreicher Hollywood-Agent, der mit einer rassigen Modedesignerin verheiratet ist. Ihren drei Kindern ist jegliche Form von einfachem Kinderspiel völlig fremd. Dann Dickerchen Eric (Kevin James), der Gartenmöbel verkauft und dessen Frau ihren vierjährigen Sohn immer noch stillt.

Außerdem besteht das Quintett aus Kurt (Chris Rock), einem von Frau und Schwiegermutter unterdrückten Hausmann, dem Frauenhelden Marcus (David Spade) und dem New Ager Rob (Rob Schneider), der mit einem Elvis-Toupet und einer greisen Ehefrau versehen wurde. Nach der Beerdigung verbringt die bunte Truppe gemeinsam das 4. Juli-Wochenende in einem Seehaus.

Eine Ausgangssituation, die für jede Menge Kindereien, Albernheiten und Durcheinander sorgt. Hinter der Geschichte steckt zwar ein ernster Appell an die echten Familienwerte und das Erwachsenwerden, aber angesichts der überwiegenden Kindereien geht der sentimentale Unterton leicht unter. Insgesamt kommt der Film auf diese Weise zwar auf einen recht soliden Unterhaltungswert, der den Kinoabend nicht ganz verloren macht. Aber am Ende wird man schon etwas ratlos zurück gelassen.

Bei manchen Filmen fragt man sich einfach, ob sie wirklich hätten gedreht werden müssen. Bei “Kindsköpfe” ist das ähnlich, wenn auch der Unterhaltungsaspekt etwas überwiegt. Wer sich den Spaß also nicht verderben lassen will und auf Adam Sandler abfährt, kann sich den Film gefahrlos ansehen. Wer sich 102 Minuten albernen Humor ohne Wehmut entgehen lassen kann, sollte das Eintrittsgeld doch lieber in einen anderen Film investieren.

Der Sommer ist vorbei

14. August 2010 · Kein Kommentar

Leute, der Sommer ist vorbei! Und das sage ich jetzt nicht einfach aus irgendeiner schlechten Laune heraus oder weil ich euch den Badespaß bei 15 Grad Wassertemperatur im Freibad vermiesen will. Es ist einfach die Wahrheit: Wir haben Mitte August und der Sommer hat sich seit Wochen nicht mehr wirklich blicken lassen. Und soll ich euch was sagen: Ich will auch gar nicht, dass er wiederkommt.

Mir haben die letzten drei Monate vollauf gereicht: Schwüle Hitze, schlaflose Nächte, geschmolzenes Eis am Stiel – danke, ich habe genug! Ich war auch einer der ersten, die sich die dicke Jacke vom Leib gerissen haben und mit T-Shirt rumgelaufen sind, als es gerade warm wurde. Aber jetzt warte ich ebenso sehnsüchtig auf den Herbst.

Die Tage des Sommers sind ohnehin gezählt: Die Ferien sind vorbei, alle müssen wieder arbeiten und dabei kann nun wirklich niemand Temperaturen wie in der Sahara gebrauchen. Von den ekligen Schweißflecken bei den Kollegen und Kommilitonen ganz zu schweigen.

Ich bin heute demonstrativ ins Kaufhaus gegangen und habe mir Klamotten für die kalte Jahreszeit besorgt: Pullover, langärmelige Sweatshirts und eine schöne Herbstjacke. War zwar ein bisschen strange, Winterklamotten zu kaufen, während draußen alle mit kurzen Hosen rumlaufen, aber das war mir herzlich egal. Ich will jetzt endlich wieder Herbst haben: Frische Luft, bunte Blätter und angenehme Temperaturen.

Wie ich mein Glück kenne, kommt der Sommer bis Ende Oktober noch mal so richtig in Fahrt und macht meinen Herbstträumen einen dicken Strich durch die Rechnung. Wenn es wirklich so kommt, kann ich es zwar nicht ändern, bin aber schon bestens für die Zeit danach gerüstet. Denn eins steht fest: Der nächste Herbst kommt gewiss.

Hoffe ich jedenfalls.

Die Angst der Deutschen

11. August 2010 · Kein Kommentar

Was den Umgang mit dem Internet angeht, ist der Durchschnittsdeutsche inzwischen ein alter Hase. Fast jeder von uns surft täglich im Netz, nutzt soziale Netzwerke, schaut sich Videos bei YouTube an, lädt sich Musik aus dem Internet herunter und benutzt dutzendfach diverse Suchmaschinen. Allen voran ist natürlich Google zu nennen – man kommt im Internet einfach nicht an diesem Riesen vorbei.

Webseiten, Bildersuche, Kartenverzeichnisse, E-Mails, Kalender – die Dienste von Google sind vielfältig und viele Millionen Menschen weitweit nutzen sie auch. Auch der Deutsche. Nur bei einem Thema ist scheinbar Schluss mit lustig: Google Streetview. Es könnte zum Unwort des Jahres mutieren, soviel Ärger und Unruhe ist inzwischen damit verbunden. Heute hat der Konzern angekündigt, den umstrittenen Dienst noch in diesem Jahr auch in Deutschland starten zu lassen – das Medienecho über die Reaktionen von Politik und BürgerInnen war natürlich enstprechend groß.

Der Deutsche mag das Internet und er nutzt es auch gerne. Nur wenn es an die eigene Substanz zu gehen scheint, hört für ihn der Spaß auf: Tausende BürgerInnen wollen ihr Haus nicht auf Straßenbildern im Internet sehen. Man könnte ja hineingucken. Oder jemanden am Fenster entdecken. Oder Einbrechern das Spionieren noch leichter machen. Und überhaupt werden mit diesen Fotos sämtliche Urheber- und Persönlichkeitsrechte mit Füßen getreten. So jedenfalls denkt er, der Deutsche.

Dass man mit Google Maps aber schon seit Jahren gestochen scharfe Satellitenaufnahmen von der ganzen Welt ansehen kann, scheint ihn nicht zu interessieren. Und dass sich Einbrecher auch vor Ort selbst ein Bild von der Lage machen können, darauf kommt er natürlich auch nicht. Dabei ist Google Streetview nichts anderes als die logische Konsequenz aus den bisher angebotenen Diensten des Internetkonzerns.

In anderen Ländern macht man keinen so großen Aufstand wegen der paar Bilder aus einigen ausgewählten Städten. Nur in Deutschland schlagen die Wellen wieder mal bis unter die Decke. Mein Haus im Internet? Nicht mit mir! Beim eigenen Heim ist für viele hierzulande Schluss. Dass dubiose Firmen am Telefon und über die sozialen Netzwerke viel mehr sensible Daten und Kaufgewohnheiten über sie sammeln, ahnen sie scheinbar nicht. Da sind die bösen schwarzen Autos mit den Kameras auf dem Dach doch viel greifbarer.

Die Angst geht um in Deutschland. Dabei kann uns Google Streetview niemals so gefährlich werden, wie wir das durch unachtsames Verhalten mit unseren eigenen Daten im Internet selbst tun. Der Medienhype und die öffentliche Hetze gegen den neuen Internetdienst sind dagegen maßlos übertrieben und verunsichern nur noch mehr. Und wer sich im Netz nicht sehen möchte, der lasse sich später schwärzen. So einfach ist das.

The Baseballs – Chasing Cars

8. August 2010 · Kein Kommentar

Eine absolut geniale Version des Snow Patrol-Klassikers  - Retro rockt!

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